Rhetorisches Schwarzbrot

Ist die Hauptversammlung einer großen Aktiengesellschaft ein Moment, in dem der Vorstandsvorsitzende eine Kostprobe seines rhetorischen Geschicks geben sollte? Nein, entschieden die Chefs der DAX-Unternehmen in diesem Jahr wieder einmal.

Lieber verschanzten sie sich hinter Unternehmenszahlen, die teilweise gebetsmühlenartig heruntergeleiert wurden. Schade findet das Caroline Waldeck, die Vizepräsidentin des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS). Der Verband hat auch diesem Jahr wieder die Reden vieler Vorstandsvorsitzender auf den Hauptversammlungen analysiert.

Die Ergebnisse der Untersuchung beschreibt Waldeck in einem Beitrag auf der Internetseite des Handelsblatts. Das Urteil der Redeexperten über die rhetorische Leistung der Konzernlenker ist alles andere als schmeichelhaft. Waldeck beklagt kryptische Fachbegriffe, umständliche Bandwurmsätze und schwerfälligen Nominalstil und mangelndes Bemühen um Verständlichkeit.

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